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Maßnahmen zum Schutz vor extremen Wetterverhältnissen

Der Klimawandel stellt uns Handwerker und unsere Kunden vor neue Herausforderungen.

Die Zunahme von Starkregen, Stürmen und massivem Schneefall (Schneedruck) zwingt uns, besondere Maßnahmen bei der Ausführung von Dacharbeiten zu ergreifen bzw. unsere Kunden darauf hinzuweisen, was künftig erforderlich sein wird, damit die extremen Wetterverhältnisse keine größeren Schäden verursachen.

 

Im Folgenden informieren wir Sie über mögliche Abhilfen:

 

  • Unterdach mit hochwertiger Unterspannbahn bzw. Unterdeckbahn mit Nageldichtung
  • Montage eines Schneefangs bei einer Dachneigung, die größer als 35 Grad ist, evtl. zweiten Schneefang in der Mitte der Dachhälfte montieren
  • Vor einer Dachumdeckung sollte die Statik beachtet und ggf. der Dachstuhl verstärkt werden (bei Eternitdächern, die mit Ziegeln eingedeckt werden, ist dies sogar erforderlich)
  • Ab 50 cm Schneehöhe ist es empfehlenswert, den Schnee vom Dach zu entfernen (dies zeigten insbesondere die Winter in den Jahren 2010 und 2011)
  • Bei Reparaturen von Sturmschäden sollte die jeweilige Fläche und ca. 1 m ringsumher mit Sturmklammern eingedeckt werden

 

Seit 01.03.2011 ist eine Sturmverklammerung bei Neubauten, Dachumdeckungen und Reparaturen erforderlich. Die Windsogsicherung wird hierbei nach dem neuen ZVDH-Regelwerk berechnet. Je nach Berechnung ist eine Verklammerung im Verhältnis 1:1 (jeder Ziegel muss verklammert werden) bis 1:3 (jeder dritte Ziegel muss verklammert werden) notwendig. Bei Nichtbeachtung dieser Vorschrift greift keine Sturm- bzw. Hagelversicherung.